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Erster Satz: Die Instrumente werden gestimmt. Die Violinen suchen ihren Weg durch den voluminösen Chor der Blasinstrumente. 2 Trompeter die man auf den ersten Blick nicht als Musiker eines klassischen Konzertes erkennen würde, eilen verspätet zu ihren Plätzen. Alles ist still. Andreï Filipov hebt den Taktstock und wir versinken in den Klängen Tschaikowskys.
Zweiter Satz: Wir befinden uns bereits in den letzten Minuten des Films „Le Concert“. Szenen zuvor haben wir gesehen, wie Andreji Filipov im weltbekannten Bolshoi Theater in Moskau mit dem Putzlappen in der Hand ein Fax abfängt. Es handelt sich dabei aber nicht nur um ein Fax, sondern um DAS Fax. Das Fax, welches Andreji schliesslich aus seiner alltäglichen Tristes befreit - das Fax, was Leidenschaft und Kampfgeist in ihm wiedererweckt. Andrej selbst war 30 Jahre zuvor ein vielversprechender Dirigent am Bolshoi gewesen. Aufgrund seiner Weigerung, jüdische Musiker aus dem Orchester zu werfen, wurde er von der kommunistischen Regierung zum Hausmeister degradiert.
Andreji lässt das Fax in seiner Tasche verschwinden und die Idee im Kopf entstehen, sein altes Orchester wieder zusammenzuführen. Mit ihnen will er anstelle des neuen Bolshoi nach Paris reisen, um für ein letztes mal Tschaikowskys zu dirigieren. Ein nicht ganz einfaches Unterfangen, haben die Musiker doch in der Zwischenzeit ihre Instrumente gegen Umzugswagen, Krankenpfleger-Uniformen oder zu verkaufende Handys getauscht. Andreji aber hält an seiner Idee fest und findet trotz einiger Hürden zurück zu seiner Musik.
Dritter Satz: Der Film „Le Concert“ des rumänisch-französischen Regisseurs Radu Mihaileanu handelt einerseits von Wagnissen. beispielsweise von dem, sich gegen ungerechte Entscheidungen zur Wehr zu setzen.
Mihaileanu erzählt aber auch eine Geschichte des Suchens: Die Suche der berühmten Solistin nach Ihren Eltern etwa oder die Suche nach der Erfüllung in der Musik.
Man darf gespannt sein, was am Ende zu den Klängen Tschaikowskys gefunden wird.
Link zu Le Concert auf www.imdb.com
Openair Kino Idaplatz, 02. Juli 2011, ca. 21.30 Uhr, Eintritt Film: Fr. 10.-
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